Wer leidet und warum?

Leiden ist nicht unbedingt das, was wir uns sehnlichst wünschen. Schmerzhafte Erlebnisse wird es immer wieder geben. Sie kommen und gehen wie alle Ereignisse im Leben. Aber warum leiden wir?

Solltest du an einer Antwort wirklich interessiert sein und nicht nur eine „Besserfühlen-Pille“ suchen, dann lies weiter:

Wer leidet ?!
Warum leidest DU ?!

DU leidest NICHT, weil du verärgert bist. DU leidest NICHT, weil deine Gefühle verletzt wurden. DU leidest NICHT, weil du verrückt bist.

Die Wahrheit, warum DU leidest, ist: Du bist auf dich selbst fokussiert unter Ausschluss von jedem Anderen und von Allem. Du bist besessen von dir selbst als das Zentrum der Existenz.

Du bist selbstgefällig.
DU bist selbstverliebt.
Du machst dich selbst zum (falschen) Zentrum der Wahrnehmung.
Du beanspruchst auf arrogante Weise, dass die Dinge so laufen wie DU es willst, auch wenn sie eben nicht so laufen.

Du willst König von allem sein.

Du bist der beunruhigte, arrogante, irrationale Star deiner ganz eigenen „Reality-Show“. Es mag eine beschissene, dumme, hässliche Show sein, aber du bist definitiv der Star der Show.

Wie kann dies sein ?

DU gibst die Kraft deiner Aufmerksamkeit dem Gefühl ein getrenntes „Ich“ zu sein. Du verweilst in dir selbst, in deinem getrennten Selbst, im „Denker“, als das große falsche Zentrum von allem Leben.

Das ist arrogant, aufdringlich und unwissend. Das ist die wahre Quelle deiner Probleme. Nicht nur, dass du getrennt vom Ganzen bist; du klebst auch noch an deiner Trennung. Du bist ihr verpflichtet. Du bist davon besessen. Deshalb leidest du.

Es ist keine Bestrafung. Es bist du, der es persönlich gemacht hat. Es bist du, der es zu seinem gemacht hat.

Du hast die Show nur um dich gemacht. Aber sie dreht sich nicht nur um dich. Tatsächlich geht es überhaupt nicht um dich.

Du existierst nicht wirklich. Du denkst es nur. Der Denker ist nur ein weiterer Gedanke. Genauso wie da kein Mind ist, ist da auch kein Denker.

Kein Mind. Kein Denker. Kein getrenntes „Ich“. Kein getrenntes „mich“. Der Denker ist ein Gedanke.

Wie jeder andere Gedanke – wenn du beginnst ihn zu untersuchen, ihn herauszufordern und ihn zu befragen, wenn DU stoppst an ihn zu glauben – wirst DU ihn nicht länger am Leben erhalten.

Er wird sterben.

Aus dem Buch „No Mind No Problem“ von Ramaji
(Übersetzung: Alexander Trampitsch)

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